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Es werden Posts vom Februar, 2015 angezeigt.

Verschwörungstheorien, Masern und Utopia

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Manchmal denke ich mir, dass Verschwörungstheoretiker einfach zuviel Zeit haben und es ihnen dennoch an der Fähigkeit mangelt, die Dinge zu Ende zu denken. Hinter jeder politischen Handlung, hinter jeder Erscheinung oder jeder Schlagzeile wird eine Verschwörung vermutet. Ist die Welt nicht so, wie wir denken, dass sie ist?

Ich muss zugeben, an der ein oder anderen Verschwörungstheorie könnte durchaus was dran sein. Die Amis haben das WTC selbst gesprengt, um einen Kriegsgrund zu haben? Durchaus im Bereich des Möglichen. In der Weltpolitik wurden schon immer Opfer in Kauf genommen, um ein Ziel durchzusetzen. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass einiges an moralisch-ethisch Verwerflichem im Hintergrund läuft, von dem der kleine Mann nichts weiß und nichts wissen soll. Das Motiv? Raffgier und Prestige der Mächtigen. Der Jäger und Sammler ist immer noch in uns verankert. Je mehr man hat, desto besser. Auch die Gesellschaftsgeschichte zeigt, dass es immer wenige gab, die mehr hatten …

Eltern-Kind-Gruppe: Pädagogischer Overkill

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Ich bin ja unverbesserlich. Nachdem ich letztes Jahr, etwa zur gleichen Zeit, die Babymassage eiskalt hingeschmissen habe, habe ich mich erneut dazu entschlossen (oder vielleicht dem allgemeinen Druck gebeugt?), mich mit meinem Kind unter die Leute zu bringen. Gestern war es dann soweit. Das erste Mal Eltern-Kind-Gruppe. Als ich uns angemeldet habe, erschien mir das ganze noch als wunderbare Idee. Schließlich ist Zwergnase nun mobil, man kann mehr mit ihm anfangen. Kinder müssen schließlich unter Kinder. Und ich würde mich nicht alleine den Mommy Wars stellen müssen. Meine Großcousine würde mit ihrer Zwergnase mitkommen, die anderen verrückten Mütter können uns also egal sein.

Gestern Morgen war ich dann von unserer großartigen Idee weniger überzeugt. Ich hatte keine Lust. Ich hatte keine Lust auf andere Mamis, keine Lust auf eine vollgepackte Wickeltasche, falls Zwergnase am Verhungern sein würde und keine Lust auf ein grantiges Kind, das pünktlich zum Kursbeginn eigentlich seinen S…

Reisefieber

Die Schwüle drückte sich unerbittlich auf die Dreiflüssestadt nieder. Die Straßen waren wie leer gefegt und auch in der Fußgängerzone irrten nur wenige Menschen umher. Es war einfach viel zu heiß. Die Hitze drückte aus jeder Pore des Körpers selbst den letzten Schweißtropfen heraus. Selbst in völliger Regungslosigkeit war das Atmen kaum möglich. Wer konnte, befand sich an einem Weiher oder im Schwimmbad, nur um festzustellen, dass auch das kühle Nass keine dauerhafte Erleichterung verschaffte. Der Rest verbarrikadierte sich in dunklen Häusern, mit heruntergelassenen Jalousien und geschlossenen Fenstern und versuchte die alles erdrückende Hitze auszusperren. Ventilatoren liefen auf Hochtouren, nur um die schon viel zu warme Luft von einer Zimmerecke in die andere zu blasen. Doch nicht einmal mehr der Luftzug verschaffte Abkühlung. 
Elisabeth starrte durch die geöffneten Fenster des Seminarraums hinaus auf den türkisgrünen Inn. Die geradezu karibische Färbung des Flusses, die unerträgl…