Montag, 22. Dezember 2014

Mein Mann - Elitesoldat des Christkindls

22.12.2014. Es herrscht Ausnahmezustand. Heilig Abend ist nur noch zwei Tage entfernt, nach ihm werden die Geschäfte nie wieder öffnen. Bunkern ist angesagt. Die Menschen rennen panisch durcheinander, ohne Rücksicht auf Verluste rempeln sie andere Mitstreiter weg. Nach mir die Sintflut, für mich nur das Beste. In jedem Zombiefilm geht es geordneter zu. Aber der Wahnsinn wird sich noch steigern, unaufhaltsam voranschreiten, um am 24.12. seinen Höhepunkt zu erreichen.

Aber wir - wir sind gerüstet. Ich war längst einkaufen, als der Wahnsinn noch nicht so greifbar war. Lediglich die Würstl für Heilig Abend sind noch nicht im Haus. Mein Mann, mit einer Spezialausbildung im wohl kampferprobtesten Krisengebiet der Region - dem Globus in Plattling - stellt sich tapfer seinem Auftrag: "Wahnsinn Weihnachten - Würstlevakuierung"

Er nimmt sich ein großzügiges Zeitfenster, 2 Stunden, um den Auftrag zu erfüllen. Er strebt aber natürlich eine schnellere Erledigung an. Nur keine Zeit verlieren, sonst ist es um die Würstl geschehen.

Beim Anflug aufs Krisengebiet erfolgt eine erste Einschätzung der Lage. Chaos am Kreisverkehr, aggressives und abruptes Stehenbleiben und Anfahren der Weihnachts-Zombies. Erhöhte Kollisionsgefahr. Um möglichst unbemerkt zu bleiben, parkt er sein Schlachtschiff möglichst unauffällig möglichst weit weg. Es gilt, jeden potenziellen Kontakt zu vermeiden. Ungezügelte Wutausbrüche der Zombies könnten ihn wertvolle Minuten kosten, die alles entscheiden könnten. Oberstes Gebot: Nicht mehr Risiko eingehen als notwendig.

Der Vorteil meines Elitesoldaten: er braucht kein Kampffahrzeug, was ihm ein nahezu unsichtbares Agieren ermöglicht. Die Kampffahrzeuge stehen in der Regel am Eingang des Krisengebietes zur allgemeinen Verfügung bereit. Die Zombies wähnen sich mit ihnen in Sicherheit. Bilden sie doch einen Puffer gegenüber anderen Weihnachtswütigen, die Beute kann schnell gesichert werden und sie sind hervorragend als Rammböcke einsetzbar. Dafür nimmt man wohl die teilweise vorhandene Unhandlichkeit in Kauf. Aber wie gesagt, mein Elitesoldat ist schlauer und verzichtet auf die Verlockung am Eingang, die eigentlich nur ein Klotz am Bein ist.

Unauffällig, jedoch flotten Schrittes, betritt er das Epizentrum des Wahnsinns. Nur nicht nach links oder rechts schauen, keinen Angriffspunkt bieten. Unsichtbar bleiben. Er kennt das Krisengebiet wie seine Westentasche, er braucht keinen Lageplan. Die kürzesten Wege haben sich schon vor langer Zeit in sein Gehirn eingebrannt. Zielstrebig steuert er die Metzgerei-Abteilung an, weicht verzweifelt umherirrenden Zombies geradezu elegant aus. Wenn er nicht ohnehin wüsste, wo sich sein Ziel befindet, spätestens bei Ankunft am Ground Zero hätte er es gemerkt, dass er sein Ziel erreicht hat. Zombies sind Fleischfresser. In einer großen Traube sammeln sie sich ungeduldig an der Fleischtheke, schreien durcheinander. Die Verkäuferinnen müssen darauf achten, nicht selbst augenblicklich verspeist zu werden. Doch dieser Auftrag geht meinen Elitesoldaten nichts an. Sein Augenmerk ist nachwievor auf die Würstl gerichtet. Ein kurzer Blick auf die Zombies und er aktualisiert sein Zeitfenster. Zeitverzögerung bei Einreihung unter den Zombies: mindestens 45 Minuten bei akuter Gefährdung des Abschlusses. Das ist nicht annehmbar. Er steuert die Kühltheken zur Selbstbedienung an. Da liegen sie. Völlig verstört und ängstlich. Käsewürstl und Debreciner. Mein Elitesoldat wird für einen Bruchteil einer Sekunde sentimental, sein Blick wird weich, als er sie behutsam aus der Truhe nimmt und vorsichtig an seinen Körper drückt. Doch dieser Augenblick währt nur kurz, der Auftrag ist noch längst nicht abgeschlossen. Die Evakuierung der Würstl ist an eine Auslöse gebunden. Die Geiseln müssen quasi frei gekauft werden, wofür am Ausgang des Krisengebietes sogar Kassen bereitstehen. Es sieht gerade danach aus, als würde man ein Geschäft mit den Wahnsinnigen machen. Für kleinere Aufträge, wie die ausschließliche Würtsl-Evakuierung, ist eine extra Zahlstelle vorhanden. Sie ist die letzte Hürde, die mein Elitesoldat nehmen muss und auch der größte Risikofaktor. Die Wartezeit dort entzieht sich seinem Einfluss. Doch er hat Glück. Nur wenige Zombies befinden sich vor ihm. Unauffällig reiht er sich ein, bezahlt und eilt schnellen Schrittes hinaus. Operation "Wahnsinn Weihnachten - Würtslevakuierung" erfolgreich abgeschlossen.

Bildnachweis: FreeImages.com / Davy Kestens

Sonntag, 14. Dezember 2014

Wenn wir wageln...

Wie man an einigen der letzten Posts unschwer erkennen kann, ist Babys Schlaf heilig. Er sichert das eigene Überleben. Nun sind die Zeiten, in denen Zwergnase bei laufendem Staubsauger oder laufender Dunstabzugshaube eingeschlafen ist, schon längst vorbei. Zwergnase hat ein Gehör wie ein Luchs. Man könnte auch sagen, dass er ziemlich geräuschempfindlich ist. Ein Vorteil davon ist sicherlich, dass sich auch das Gehör der Eltern um ein 1000-faches verbessert. Jede kleinste Störquelle wird wahrgenommen, lässt einem den Atem anhalten und geschockt aufs Babyphon starren, ob der Spross davon wach wird. Manche Geräuschquellen lassen sich vorsorglich ausräumen. Wenn Zwergnase schläft, wird nicht gesaugt, kein Geschirrspüler ausgeräumt oder auch bloß nicht die Wäsche aus der Maschine in den Trockner gesteckt. Vom Zuschnappen des Deckels könnte er ja wach werden. Andere Störungen entziehen sich allerdings dem eigenen Wirkungsbereich. Sirenen von Einsatzfahrzeugen aller Art zum Beispiel. Oder auch rücksichtslose Nachbarn, die sich scheinbar einen Spaß daraus machen, vor dem Schlafzimmerfenster herum zu brüllen. Am Wochenende liegt die Störquelle "Nachbarn" etwa bei 100 Prozent. Da hilft für den notwendigen Nachmittagsschlaf nur eins: Wageln.

Gestern, Samstag, Störfaktoren zu 100% im Haus, also Wagelvorbereitung. Zwergnase bekommt eine kleine Flasche, eine frische Windel, wird schnuckelig warm angezogen (Mami ebenso), wird in den Wagen gelegt (Mami darf nicht), Spuckwindel an die Backe, Hände in den Handschuhen an die Kinderwagenkette und ab die Post. Alle Vorlieben von Zwergnase erfüllt, satt ist er auch. Einem geruhsamen Schlaf steht also nichts mehr im Weg. Los geht's!

Ich gehe unsere Straße entlang, um zu einem kleinen Schotterweg mitten in der Siedlung zu gelangen. Er führt an einem kleinen Bach entlang, der Jahr und Tag beruhigend vor sich hinplätschert. Die hektischen Stadtgeräusche dringen kaum ans Ohr. Ein optimaler Weg für die Einschlafphase: holpriger Weg + monotones, natürliches Geräusch. Es ist geradezu idyllisch... noch idyllischer ist es, die immer kleiner werdenden Augen von Zwergnase zu betrachten und festzustellen, wie er in einen engelsgleichen Schlaf hinübergleitet. Ein schlafendes Kind lässt Mamis Herz immer höher schlagen.

Leider ist meine Idylle nur wenige Hundert Meter lang. Daher geht es weiter Richtung Stadtpark, wo ebenfalls ein kleines Bächlein fließt und es einfach etwas ruhiger ist. Aber nichts ist umsonst. Um in den Park zu gelangen, müssen wir eine kurze Strecke an einer stark befahrenen Straße entlang. Meist ist aber auch das kein Problem. Wenn Zwergnase gerade eingeschlafen ist und nicht gerade ein Krankenwagen vorbei braust oder ein Auto hupt, kommen wir in der Regel ohne Aufwachen im Stadtpark an. Auch gestern läuft alles wie am Schnürchen. Als ich in den Park einbiege, nehme ich auf Zwergnases Gesicht nichts anderes als tiefe Entspannung wahr. Perfekt!

Am Ende des Stadtparks mache ich plötzlich ein Störquelle aus. Leider werde ich sie nicht verhindern können, ich kann nur das Beste hoffen. Vor mir ist eine kleine Familie unterwegs. Die Mutter wagelt einen Buggy, zwei ältere Kinder laufen nebenher, toben herum, machen Quatsch und sind halt etwas lauter (wie es Kinder in dem Alter ja auch sein dürfen!). Dieser Umstand kommt mir zwar nicht gerade gelegen, aber ich finde es dennoch schön, dass es sich um Kinder handelt, die draußen auch noch gut spielen können. Mein Blick geht zwischen Kindern und Zwergnase hin und her. Ich analysiere die Lage. Es sieht eigentlich nicht schlecht aus. Trotz deren Gekreische zeigt er keine Regung. Ach, heute ist einfach der perfekte Wageltag.

Als ich wieder aufschaue, laufen die Kinder quietschend vor Freude über die Wiese zum Bach. Mein Blick eilt ihrem Weg voraus und ich sehe den Grund der Aufregung. Direkt am Bach spielt eine Hundesitterin mit fünf oder sechs Hunden verschiedener Rasse und Größe. Ich denke mir noch, dass ich mit Zwergnase nun freie Bahn hätte, als die Verkettung unglücklicher Umstände plötzlich ganz schnell geht. Kinder quietschen, Hunde erblicken Kinder, Hunde stürmen auf die Kinder zu, Kinder schreien, Kinder laufen davon, Hunde bellend hinterher, Hundesittern schreit ebenfalls, Mutter schreit, Hunde bellen, Kinder schreien... und Zwergnase macht die Augen auf. Elendige, unangeleinte Drecksköter, verdammte! Ich kann es nicht beschönigen. Genau das habe ich mir nämlich gedacht. (Ja, liebe Hundefreunde, mir ist bewusst, dass sich die Kinder falsch verhalten haben.)

Ich schlucke meinen Ärger hinunter, denn er hilft mir auch nicht weiter. Ich wagele schnell über den holprigen Weg davon und hoffe, dass sich Zwergnase nur kurz erschreckt hat und wieder weiterschläft. Die Chancen stehen gut. Tatsächlich werden seine Augen wieder kleiner und er schließt sie ganz. Glück gehabt!, wollte ich schon fast denken, als ein Düsenjet mit einem ohrenbetäubenden Knall die Schallmauer durchbricht. Danke, Frau von der Leyen! Ich hoffe, die Kinder in den Kitas der Bundeswehr haben einen ruhigen Schlaf... Bei uns war es dann auf alle Fälle nichts mehr mit Schlafen...

Bildnachweis: FreeImages.com / Jesper Markward Olsen

Samstag, 6. Dezember 2014

Freispruch für den Trockner

Bildquelle: http://www.heycon.de/Trockner1.jpg
Ich habe einen Trockner und ich liebe ihn. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn die Wäsche auf dem Ständer ewig bräuchte, bis sie trocken ist. Brezen, Plätzchen, Mittagsbrei, Sabber und andere kleine Malheure sind der natürliche Feind der Kleidung - sowohl der des Kindes als auch der eigenen. Alle paar Tage wird also die Waschmaschine angeworfen (die sich auch hervorragend dazu eignet, den Spross zu beschäftigen), anschließend wird die volle Ladung in den Trockner geworfen, damit noch am selben Tag der Kleiderschrank wieder aufgefüllt werden kann.

So manch gestandene Hausfrau würde wohl einen Schreikrampf kriegen, was bei mir alles im Trockner landet. Nämlich alles. Nur bei den wenigsten Teilen studiere ich zuvor das eingenähte Etikett. Der Kollateralschaden hält sich in Grenzen. Bisher musste ich nur einen Pullover zu Grabe tragen, dessen Wollanteil wohl doch etwas größer war, als ich angenommen hatte. Da ich weder über die Figur noch über die Kältetoleranz verfüge, einen Wollpulli bauchfrei zu tragen, wurde er eben entsorgt. Er hat sowieso unerträglich gekratzt. Vielleicht war es auch ein mehr oder weniger geplanter Anschlag am Pulli...

Auch Zwergnases Kleidung landet im Trockner. Schließlich müssen die Sachen möglichst schnell wieder verfügbar sein. Ich könnte mich zwar auch mit dem Föhn vor den Wäscheständer stellen, aber energetisch betrachtet, kommt wohl der Trockner günstiger. Ich wasche, trockne und bügle. Ich stecke Zwergnase in die Badewanne, wasche und trockne ihn (allerdings per Hand) und lasse das Bügeln weg. Zwergnase ist von Natur aus faltenfrei. Und obwohl Zwergnase und seine Wäsche im hygienischen Bereich die gleiche Behandlung erfahren, verhalten sich beide ganz und gar gegensätzlich zueinander. Die Wäsche scheint mit jedem Trockenvorgang immer kleiner zu werden, während Zwergnase wie durch ein Wunder mit jedem Waschvorgang zu wachsen scheint (dabei dachte ich immer, dass man nur Pflanzen gießen muss. - Ja, Mama, mach ich gleich!).

Obwohl wir doch eben erst die Größe gewechselt haben, geht es schon wieder los auf der Wickelkommode. Wir ziehen und zerren am Body, damit man die Knöpfe unten zubekommt. Ab einem gewissen Stadium sollte man auch fünf Minuten warten, ob sie wieder aufspringen. Den Oberteilen scheint die Behandlung im Trockner auch nicht so gut zu bekommen. Haben sie doch letzte Woche noch so schön gepasst und nun werden sie an den Schultern eng und irgendwie sieht man immer den Body, auch wenn man sie ganz nach unten zieht. Die Jogginghose war doch eigentlich auch eine bis zu den Knöcheln und keine 7/8-Hose?! Vielleicht sollte ich Zwergnases Kleidung doch separat auf dem Wäscheständer lufttrocknen lassen. Ein frommer Vorsatz, den ich meist genau einmal einhalte. Dann ist wieder keine Kleidung im Schrank und der Trockner öffnet bereitwillig seine Arme.

Mindestens einmal die Woche wird Zwergnase aber schick gemacht, weil wir einen Ausflug machen. Dabei wir der Stapel "Vorzeige-Kleidung" geplündert. Diese Teile haben gut lachen, sie werden nämlich sehr viel seltener mit Waschmaschine und Trockner malträtiert. Einige Teile haben sogar beides noch nie gesehen, weil sie noch nie getragen wurden. So einen Pulli zog ich vor zwei Wochen aus dem Schrank. Hm, der wird wohl etwas klein ausfallen, hab ich mir gedacht, als ich Zwergnases Arme mit Müh und Not in die Ärmel fädelte und sich der Pulli an den Schultern nicht so recht anlegen wollte. Schließlich musste der glückliche ja noch keine meiner Radikal-Kuren ertragen. Diese Woche erging es mir dann ähnlich. Es ist aber auch zum Haare raufen, dass ich beim Kleiderkauf immer die Teile erwische, die etwas knapp ausfallen. Ich habe mich schon über mich selbst geärgert, als mein Mann auf die glorreiche Idee kam, den Meterstab auszuklappen.

Tatsächlich ist Zwergnase in den letzten drei Monaten (ja, ist wohl mit dem Größenwechsel doch schon etwas länger her) gewachsen. Sachen gibt's... Ich habe mich daraufhin sofort bei meinem Trockner entschuldigt.

Freitag, 5. Dezember 2014

Der kleine Werwolf

Bildquelle: eigene
Alle vier Wochen wird unser Haus von einem alten Fluch heimgesucht. Über seinen Ursprung lässt sich nur rätseln, man wird in das Reich der Legenden, Sagen und Mythen entführt. Wo kommt er her? Wie kann man sich dagegen wehren? Es gibt verschiedene Ansätze über Herkunft und Erscheinungsbild, welchem davon man glauben schenken mag, sei jedem selbst überlassen. Den meisten ist jedoch die Macht des Mondes über die Betroffenen gemeinsam. Zu Vollmond treten die Folgen des Fluchs unweigerlich an die Oberfläche und lassen sich nicht unterdrücken, wie es in den restlichen Mondphasen meist kein Problem ist. Aber einige Tage um den Vollmond geht es ans Überleben. Wenn er hoch am Himmel steht, wird er von Geheul begleitet, das durch Mark und Bein geht. Die Betroffenen treiben die ganze Nacht um, so dass einem Angst und Bange wird.

Die Rede ist von Werwölfen, die ihre Natur einfach nicht verleugnen können. Aber die Zeiten, in denen man dabei an bestialische Monster dachte, sind längst vorbei. Ich habe selbst einen kleinen Werwolf zuhause und muss sagen, dass er recht niedlich daher kommt (er ist allerdings auch noch nicht ausgewachsen). Mit seinen blauen Augen und dem kleinen Wuschelkopf meint man, dass er kein Wässerchen trüben könne. Er ist meist gut gelaunt und für jeden Scherz zu haben. Er verfügt über ein ausgezeichnetes Gehör und äußerst wache Augen, sodass ihm keine Kleinigkeit entgeht. Mutig erkundet er sein Revier, lässt vor lauter Neugier keinen Stein auf dem anderen. Kurz: Er entwickelt sich prächtig und ist in der Regel ein Sonnenscheinchen...

... bis der Vollmond naht. Tagsüber merkt man ihm seine Natur eigentlich nicht an. Aber wenn der Vollmond hell am Himmel steht, macht er die Nacht zum Tage. Etwa um Mitternacht beginnt die Transformation, die von Gestöhne und Gequengele eingeleitet wird. Nimmt man den kleinen Werwolf nicht zu sich ins Bett, beginnt er herzzerreißend den Mond anzuheulen. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob dieser das kleine Bettchen direkt anleuchtet, hinter Wolken versteckt ist oder von handelsüblichen Rollläden ausgesperrt wird. Der Mond ist da und das spürt der kleine Werwolf einfach. An Schlaf ist nicht zu denken. Die Verfluchten schlagen ihre herausschießenden Zähne wahllos in alles, was sie finden können, raufen einem die Haare und springen auf dir herum, als gäbe es kein Morgen mehr. Wenn du am nächsten Tag erwachst, so freue dich, dass du überlebt hast!

Nach zehn Monaten besteht kein Zweifel mehr daran, dass Zwergnase ein Werwolf ist. Die Frage ist nun, wie konnte das passieren? Bei einer Mutter, die doch eigentlich den Vampiren zugetan ist? Eins ist klar: Von mir hat er das nicht!